Ihre Ausgangslage
Rund 40 % des deutschen Schienennetzes haben keine Oberleitung, überwiegend Regionalstrecken, auf denen sich eine durchgehende Elektrifizierung nicht rechnet. Batteriezüge lösen das mit kurzen Ladeabschnitten: ein Stück Oberleitung oder ein Ladepunkt am Endbahnhof, dazwischen Batteriebetrieb. Die Auslegungsfrage hat es in sich: Wie groß muss die Batterie sein, wie viele Ladeabschnitte braucht es, und wo? Auf der Schiene zählt dabei vor allem eines: Der Fahrplan muss immer halten. Das gilt bei Frost, auf Steigungen und auch dann, wenn ein Fahrzeug in der Werkstatt steht.
Was wir dafür rechnen
- Verbrauch aus der Physik. Wir simulieren jeden Zug längsdynamisch: Masse, Steigung, Geschwindigkeit, Beschleunigung, zurückgewonnene Bremsenergie. Auf realer Topografie ist das entscheidend. Auf einer bayerischen Strecke verbrauchte derselbe Abschnitt bergwärts rund 2,5 kWh/km mehr als talwärts, bei nur einem halben Prozent Steigung.
- Umlaufplanung mit Werkstattfenstern. Wir planen Umläufe, in denen Ladezeiten und Wartungsintervalle von Anfang an berücksichtigt sind.
- Auslegung als Gesamtrechnung. Wir legen Batteriegröße, Ladeabschnitte, Fahrzeugbedarf und Kosten in einer gemeinsamen Optimierung aus. Gesucht wird der günstigste Plan, der den Fahrplan auch am schlechtesten Tag erfüllt.
Woher wir kommen
Unser Team hat mit Alstom den ersten voll zugelassenen modernen Batteriezug Deutschlands in den Fahrgastbetrieb begleitet. Im Testbetrieb über 8.400 km erreichte der Zug eine Zuverlässigkeit von 100 %. Der Kostenvergleich über 30 Jahre ergab rund 20 % geringere Gesamtkosten als Diesel, bei bis zu 98 % weniger Treibhausgasen mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Wo diese Anwendung steht
Die Schiene ist unser jüngstes Anwendungsfeld. Verbrauchssimulation und Planungskern sind erprobt; die durchgängige Optimierung von Batterie und Ladeabschnitten für beliebige Strecken bauen wir derzeit auf. Dafür suchen wir eine erste Strecke und einen Partner, der die Antwort lieber richtig als schnell bekommt.
Kontaktieren Sie uns
Wenn Sie eine Dieselstrecke haben, für die sich die Oberleitung nicht rechnet, sehen wir sie uns gemeinsam an: Topografie, Fahrplan, mögliche Ladepunkte.
